Selbst-Zentralkanal-Release

A.   Crossover

B.   Phase 1

C.   Phase 2 B

D.   Phase 3

E.   Phase 5 Kombination zwischen Sakrotuberalem Ligament und C 5

Dieser letzte Kontakt löste eine Wellenbewegung aus, welche mich an Flageolett-Kontakte erinnert hat. Er führte mich in Entwindung und Kräftigungspositionen. Es entstand ein interessantes Bild. Wenn man den Zentralkanal mit einer Wasserleitung beziehungsweise mit einem Bachbett vergleicht, so entspricht ein reguliertes Bachbett einem eingeschränkten Zentralkanal. Dies führt zu einer linearen Zeitwahrnehmung und mehr Kompressionen. Eine unbändige Kraft wird limitiert und eingeengt. Zusätzliche Regulierung und Einschränkungen sind erforderlich. Je mehr der Mensch jedoch eingreift, desto unberechenbarer sind die Folgen. Es besteht Gefahr, dass das Bachbett überläuft. 

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Was führt ein lineares System zurück in eine nonlineare Freiheit? 

 In der Natur im regulierten Bachbett könnte diese Funktion beispielsweise der Biber übernehmen. Eines Tages beginnt er mit dem Bau seines Dammes und staut das Wasser. Dadurch verändert er den Bachlauf und es kommt zum Rückstau und zu Einbrüchen im Bachbett, zu Umkehrungen der Flussrichtung im kleinen Rahmen. Dies führt zu mehr Lebendigkeit und die Natur holt sich zurück, was ihr eigen ist. Sie kehrt quasi in ihren ursprünglichen Zustand zurück. Mit der in Folge entstandenen Sumpflandschaft kehrt eine Artenvielfalt zurück, wodurch es den Menschen erst möglich wird zu überleben.

Zurück zum Erlebnis der Zentralkanal-Arbeit. Auch hier habe ich eine Umkehrung des Energiestroms und zum Teil einen Gegenlauf erfahren. Dieses Erlebnis öffnete mein System für Variationen. Alles konzentriert sich im großen Ganzen und fließt von da wieder zurück - ähnlich wie sämtliches Wasser im Meer mündet und von dort wieder zurückfließt. Alles passiert zum selben Zeitpunkt. Kommt es zu einem Impuls, wirkt sich dieser in alle Richtungen aus. Jede Intention - und ist sie noch so sanft - wirkt sich auf das Ganze aus, ähnlich dem Flageolett. In der Zentralkanal-Arbeit ist diese sanfte Intention der Non-Force-Kontakt. Wie beim Bachlauf gilt auch hier: je freier das System, desto empfänglicher ist es. Die Kontakte werden sanfter und neue Räume können sich öffnen – dadurch wird das System völlig selbständig. Wir können es beobachten, durch das Bewusstsein vergrößern und verfolgen. Das lineare System kommt zum Punkt der reziproken Spannung und eröffnet ein nonlineares Feld.

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